Der Leistungsrichter Werner Rapien hat einen, wie ich finde, sehr interessanten Artikel über die Verhaltensentwicklung bei Welpen verfasst. Er hat mir freundlicherweise erlaubt, ihn hier einzustellen:

Verhaltensentwicklung bei Welpen

 

Die ersten 14 Lebenstage eines Hundewelpen werden als neonatale Phase bezeichnet. Die Verhaltensweisen, die das kleine Lebewesen in dieser Phase zeigt, sind mehr oder weniger genetisch fixiert.

Seitdem es Verhaltensforschung gibt, gibt es auch den Streitpunkt, wie viel am später gezeigten Verhalten ist angeboren und wie viel erlernt.

Der Nobelpreisträger Tinbergen sagte, dass Verhalten zu 100% angeboren und zu 100% erlernt ist. Hiermit trifft er den Punkt.

Verhalten kann sich einerseits nur auf der Grundlage der genetisch fixierten Hardware entwickeln (eine Hund hat keine Flügel und kann folglich nie fliegen lernen). Auf der anderen Seite findet von der Sekunde der Geburt an eine Wechselwirkung zwischen Welpe und Umwelt (Umgebung) statt. Der Welpe zeigt ganz bestimmte Verhaltensweisen als Reaktion auf bestimmte Umweltreize, und er lernt von Anfang an, welche seiner Reaktionen für ihn positive Konsequenzen haben und welche nicht.

Es findet eine Entwicklung eines Verhaltensrepertoires auf der Grundlage einer genetischen Prädisposition statt. Man kann auch sagen, dass die Erbmasse des Lebewesens ein Angebot an die Umwelt darstellt, und von den Umwelterfahrungen ist dann abhängig, welche Verhaltensmuster und/oder welche charakterlichen Attribute sich schwerpunktmäßig entwickeln.

Mit der Befruchtung der Eizelle wird der genetische Rahmen festgelegt, innerhalb dessen sich der entstehende Organismus entwickeln kann.

Dies gilt nicht nur für die äußere Erscheinung , sondern auch für das Verhalten.

Die genetisch fixierten Verhaltensweisen in den frühen Entwicklungsstadien sichern das Überleben der Welpen und haben sich in Millionen Jahren der Evolution entwickelt und bewährt.  

Wenn eine erstgebärende Mutterhündin solche Verhaltensweisen wie die Reaktion auf den Hilfeschrei der Welpen erst durch Versuch und Irrtum lernen müsste, würde dies eine hohe Todesrate unter den Welpen des ersten Wurfes bedeuten.

Hundewelpen sind in den beiden ersten Lebenswochen recht nutzlose Gesellen.

Außer Schlafen, Saugen, Wachsen und Ausscheiden findet scheinbar nichts weiter statt – und ausscheiden tun die Welpen zudem nur auf die Leckstimulation der Mutter hin. Diese massiert mit der Zunge den Bauch, die Seiten und den Rücken der Welpen und stimuliert so die Motorik (Bewegungsfunktion) von Blasen- und Darmmuskulatur und die Aktion des jeweiligen Schließmuskels.

Hundewelpen werden blind und taub geboren. Messungen ihrer Gehirnströme zeigen Dauerschlafwellen an. Ihre motorischen Fähigkeiten beschränken sich zunächst auf das Kopfpendeln, das Saugen und die Fähigkeit, sich robbend/kriechend langsam und kreisförmig fortzubewegen.

Hundewelpen können von Anfang an warm und kalt unterscheiden, zeigen Schmerzreaktionen und trotz verschlossener Ohrkanäle eine typische Schreckreaktion auf laute Geräusche..

Es finden bereits in dieser Phase wesentliche Wachstums- und Differenzierungsprozesse von Körper, Gehirn und Nervensystem statt.

 

Das Nervensystem

Unser ganzes Verhalten, unsere Motorik und unsere Emotionen werden vom Nervensystem koordiniert. Solange ein Tier lebt, solange das Nervensystem Signale und Kommandos leitet und die Muskeln arbeiten, zeigt das Tier auch immer ein Verhalten. Auch Schlaf ist ein Verhalten, genauso wie Fressen.

Das Zentralnervensystem (ZNS) setzt sich aus dem Gehirn und dem Rückenmark zusammen. Dieses sind quasi die Steuerorgane des Körpers.

Daran schließt sich das periphere (äußere) Nervensystem an. Über dessen Leitungen, Nervenzellen mit allen Verzweigungen, werden Informationen aus dem ZNS an den restlichen Körper weitergegeben.

Bei den Nervenzellen unterscheidet man solche, die schnell leiten (ca. 120m/sec), und solche, die langsam leiten (ca. 1m/sec). Die Nervenzellen unterscheiden sich in ihrer Anatomie. Die langsamen sind „nackt“, während die schnellen von einer Eiweißhülle, der sogenannten Myelinscheide, umgeben sind.

Diese Hülle ist aber nicht von Anfang an vorhanden. Hundewelpen – und menschlichen Babys geht es nicht anders – werden mit vollständig nackten Nervenzellen geboren. Erst im Laufe der ersten beiden Lebenswochen werden die Nervenzellen mit der Myelinscheide umhüllt. Diese Umhüllung beginnt aber nicht einfach irgendwo und ist schlagartig überall am Körper abgeschlossen. Sie folgt einer ganz strengen Regelmäßigkeit: Begonnen wird dort, wo die Nerven das ZNS verlassen – je näher im Kopf, desto eher. Aus diesem Grunde werden Welpen auch nie mit dem Hinterteil zuerst aktiv. Immer sind die Nervenzellen, die die Motorik der Vorderbeine steuern, eher umhüllt und damit leistungsfähiger als die Hinterbeine. Wir können dieses Wachsen der Myelinscheide vom Vorderkörper über den Rücken hinunter zu den Hinterbeinen tatsächlich an den immer besser werdenden motorischen Fähigkeiten der Welpen verfolgen: Zunächst wird die Kontrolle über Kopf und Hals besser, dann fangen sie an, sich mit dem Vorderkörper hochzustemmen und die Vorderbeine gezielt zu stellen. Schließlich beginnen sie, die Hinterbeine unter den Bauch zu ziehen, um dann unter großen Mühen den Po in die Luft zu stemmen.

 

Wer als Züchter seinen Welpen etwas Gutes tun will und dafür sorgt, dass sie sich wenig bewegen müssen, indem er sie jedes mal an die Zitze legt, verlangsamt nicht nur die Ausbildung der Myelinscheide. Er bewirkt unter Umständen sogar, dass sie sich fehlerhaft ausbildet – mit negativen Auswirkungen auf die Motorik dieses Welpen für ein ganzes späteres Hundeleben. Milder Stress ist nötig, damit sich der Organismus korrekt entwickelt. Wer im Paradies aufwächst, kann später auch nur im Paradies überleben.

Milder Stress in diesem frühen Lebensabschnitt fördert die Entwicklung des Immunsystems und legt den Grundstein für die Befähigung des Organismus, mit Stress und Belastung umzugehen.

Wenn ein Welpe Hunger hat oder friert, muss er aktiv werden, um diese Mängel auszugleichen. Er muss sich anstrengen, um seine Bedürfnisse zu befriedigen.

Am Ende steht dann der Erfolg (voller Magen/Wärme) und der Welpe hat eine Grundinformation über das Prinzip späterer psychischer und physischer Vorgänge und über das Lernen an sich erhalten.

Für eine normale Verhaltensentwicklung des Welpen ist es unabdingbar, dass er diese einzelnen Komponenten durchläuft. Wenn er z.B. bei der Flaschenaufzucht keinerlei Anstrengung beim Saugen unternehmen muss, weil das Loch im Nuckel groß genug ist und die Milch von allein herausläuft, wird es nie zu einem vollständigen und korrekten Erlöschen der Motivation kommen.

Die Endhandlung kann nicht artgerecht vollzogen werden.

 

Regelkreis der Verhaltenssteuerung:

 

Motivation (Hunger)

Appetenz (Suchen und Aufsuchen der Zitze)

Endhandlung (Saugen)

Erlöschen der Motivation (Sättigung)

 

Ähnliches gilt für die Regelung der Körpertemperatur. Wer seinen Welpen eine optimale und schwankungslose Umgebungstemperatur bietet, reduziert ihre spätere Fähigkeit, selbst Thermoregulation betreiben zu können.

 

Zu Beginn der dritten Lebenswoche öffnen sich beim Welpen die Augen und die Ohrkanäle. Man kann diesen Abschnitt als eine Konsolidierungsphase (Festigung) bezeichnen, in der der Welpe mehr und mehr Möglichkeiten erhält, mit seiner Umwelt in Kontakt zu treten und zu lernen.

Mit dem selbstständigen und lokalisierten Harnen und Koten beginnt ein wichtiger Vorgang im Hinblick auf die spätere Stubenreinheit: die Quasi Prägung auf den Untergrund beim Ausscheiden – d.h., welchen Boden der Welpe und Hund später am liebsten unter seinen Pfoten spürt, während er Harn oder Kot absetzt. Diese Vorliebe bleibt ein Leben lang bestehen. Wohl dem Besitzer, der seinen Welpen von einem Züchter kauft, der den Welpen möglichst frühzeitig die verschiedensten Untergründe zum Ausscheiden anbietet.

Meistens müssen Hundewelpen zu den folgenden Zeiten aufs Klo: direkt nach dem Aufwachen, nach dem Fressen und nach dem Spielen.

 

 

 

Die Sozialisation

 

Die Sozialisationphase beginnt etwa mit der vierten Lebenswoche und endet, je nach Rasse, zwischen der zwölften und vierzehnten Lebenswoche.

Im Alltagssprachgebrauch mischen sich häufig die Begriffe Prägung und Sozialisation. Wissenschaftlich sind damit aber zwei verschiedene Entwicklungsvorgänge gemeint.

Prägung bedeutet einen festen Vorgang, der zu einer in der Erbmasse genau festgelegten Zeitspanne abläuft und nur auf ein ganz individuelles Auslösesignal hin stattfindet. Eine Prägung ist es zum Beispiel, wenn sich ein Gänseküken direkt nach dem Schlüpfen auf den ersten sich bewegenden Gegenstand hin orientiert (es muss sich dabei um kein Lebewesen handeln) und diesen zeitlebens als Mutter ansieht.

Prägevorgänge sind so gut wie nicht rückgängig zu machen.

Bei der Sozialisation reagieren die Tiere auf eine Vielzahl von Signalen, und die daraus resultierenden Lernvorgänge bzw. Verhaltensmuster sind innerhalb eines breiten Spektrums möglich und zeigen sich nicht nach dem Prinzip entweder – oder, wie das bei Prägevorgängen häufig der Fall ist.

 

Wachstumsprozesse

 

Zu Beginn der vierten Lebenswoche hat man zum ersten Mal den Eindruck, einen kleinen Hund vor sich zu haben. Die motorischen Fähigkeiten verbessern sich auffällig und die sozialen Interaktionen mit der Mutter und zwischen den Wurfgeschwistern nehmen schlagartig zu. Das Neugierverhalten ist groß und die Welpen reagieren massiv auf Umweltsignale. Jetzt finden die wesentlichen Wachstumsprozesse im Gehirn statt.

Jedes Individuum kommt mit einer bestimmten festen Anzahl von Neuronen (Nervenzellen) im Gehirn auf die Welt. Diese Neuronen können sich im Gehirn unter bestimmten Umständen teilen, so dass Gehirngewebe sich regenerieren kann. Was aber in der Sozialisationsphase bei den Hundewelpen abläuft, ist kein Regenerieren des Gewebes, sondern Wachstum in dem Sinne, dass sich die Zellen untereinander vernetzen. Wenn der Organismus zur Welt kommt, ist jede einzelne Zelle vielleicht mit 10 – 100 anderen wirksam verbunden. Diese Verbindungsstellen der Neuronen untereinander heißen Synapsen. Später, wenn Wachstum und Differenzierung abgeschlossen sind, kann eine einzelne Zelle über mehr als 10.000 Synapsen verfügen.

Je mehr Neuronen sicher und funktionierend untereinander vernetzt sind, desto leistungsfähiger ist das Gehirn und desto leistungsfähiger ist der Organismus.

Der Hund kann besser lernen, er kommt mit Umweltreizen besser zurecht und ist variabler in seinem Verhalten. Er ist besser in der Lage, sich auf wechselnde Lebensbedingungen und Stress jeder Art einzustellen. Je mehr Umweltreize der Welpe in der Sozialisationsphase kennen lernt und verarbeitet, desto mehr Synapsen werden ausgebildet. Auch hier gilt, dass milder Strass vorteilhaft ist.

Der Hund ist ein soziales Tier

 

Hunde sind sozial – das bedeutet, der Kontakt zu Artgenossen ist lebensnotwendig. Alles was der Hund während seiner Sozialisationsphase an Lebewesen kennen lernt, kann mehr oder weniger als Artgenosse abgespeichert werden.

Um ein normales, artgerechtes Sozialverhalten zu entwickeln, benötigt jeder Welpe in der Sozialisationsphase die entsprechenden Umweltsignale. Die sozialen Gesten an sich, also z.B. Drohgebärden oder die Körpersprache der Unterwerfung, sind dem Hund zwar angeboren – die Fähigkeit, diese beim Sozialpartner zu erkennen und dann korrekt darauf zu antworten, aber nicht.

Genau dieses Lernen wird als Sozialisation bezeichnet. Mit anderen Worten:

Der Hund kann, von Anfang an, wenn die Muskelkontrolle einigermaßen entwickelt ist, z.B. seinen Nasenrücken runzeln, mit der Rute wedeln oder knurren. Lernen muss er, diese Signale bei anderen richtig zu deuten und auch seine eigene Körpersprache im richtigen Moment einzusetzen.

Wenn ein Hund dieses nicht lernen kann, wird er später ein sogenanntes Deprivationssyndrom (Mangelsyndrom) zeigen.

Wenn Hunde Angst vor einem bestimmten Typus Mensch haben, haben sie den entsprechenden Typus Mensch in der Sozialisationsphase nicht kennen gelernt und darum als älterer Hund Angst davor. Der typische deutsche Hundezüchter ist eigentlich selten behindert, alt und gebrechlich, ein Kleinkind oder ein farbiger Mitbürger. Da Deprivation zu Angst führt und Angst die häufigste Ursache für aggressives Verhalten ist, ist es nicht verwunderlich, dass farbige Mitbürger, Behinderte, Alte und Kleinkinder häufige Opfer von Hunden sind.

 

Alles, was der Welpe in der Sozialisation nicht kennen lernt, wird später bei ihm zunächst einmal Angst auslösen.

Angst ist eine negative Emotion. Es kommt dabei zu inneren und äußeren Stressreaktionen des Körpers auf eine tatsächliche oder auch nur vermeintliche Gefahr.

Welpen sind der belebten und unbelebten Umwelt gegenüber zunächst nur neugierig und unbefangen. Erst ab ca. der 5. – 6. Lebenswoche entwickelt sich bei ihnen die Fähigkeit, Angst zu entwickeln. Dabei überwiegt bis zur 8. Lebenswoche noch die Neugier gegenüber Neuem und Unbekanntem, während danach immer stärker ängstlich reagiert wird.

Wer seine Welpen in Watte packt und ihnen jede negative Erfahrung erspart, ermöglicht ihnen keinen guten Start ins Leben. Der Welpe muss lernen, auch mit Angst umzugehen. Aus Angst könnte man weglaufen, angreifen, erstarren oder soziale Gesten (Demut) zeigen. Jede dieser Verhaltensweisen muss der Welpe üben.

Dabei ist Angst eine lebensrettende Emotion. Mut dagegen wäre im Tierreich eigentlich eine Dummheit. Mut bedeutet, trotz Angst oder Schmerz eine bestimmte Handlung durchzuführen, die sich zum eigenen Nachteil entwickeln würde.

Eine der wichtigsten Lernerfahrungen in der Sozialisationsphase ist der adäquate Umgang mit Aggression. Aggressives Verhalten tritt bei Hundewelpen erstmals während der 4. –5. Lebenswoche auf.

Es kommt zunächst zu Aggressionen in der Interaktion der Welpen untereinander. Später kommt es zu objektbezogenen Aggressionen, z.B. bei der Auseinandersetzung um Knochen.

Dominanz- und Unterwerfungsgesten werden in dieser Phase geübt und machen die ernste offensive Attacke weitestgehend unnötig.

 

Eine weitere Emotion, die der kleine Hund lernen muss, ist die Frustration.

Frustration führt zu Stress und ist ein häufiger Grund für Aggression. Unter den Hunden, die mit Aggressionsproblemen auffällig werden, sind viele, die nicht gelernt haben, mit Frustration umzugehen. Aus diesem emotionalen Zustand heraus kennen sie dann häufig nur eine Möglichkeit, den Stress abzubauen: Sie beißen.

Frustration tritt dann eine, wenn man etwas haben will und es nicht bekommt/erreicht. Der Welpe muss akzeptieren, dass bestimmte Dinge im Leben nicht so laufen, wie er sich das vorstellt. Hier reagieren Welpen zunächst sehr invariabel und zumeist mit Meckern oder Aggression. An der Reaktion ihrer Umgebung lernen sie nun, welches Verhalten adäquat für die jeweilige Situation ist – sie lernen, auf den Frustrationsreiz angemessen und variabel zu reagieren. Da die Mutter zu dieser Zeit meist schon für längere Etappen die Wurfkiste verlässt, lernt der Welpe auch, dass bestimmte Dinge nicht permanent verfügbar sind – und die Welt deshalb nicht zusammenbricht.

 

Der Züchter sollte seinen Welpen ein breites Spektrum an Umweltreizen bieten und ihnen die Möglichkeit geben, mit diesen selbst fertig zu werden. Dazu gehören auch negative Erfahrungen.

Die neuen Besitzer des Welpen müssen daran denken, dass die Sozialisationsphase mit der 12. Lebenswoche endet und nicht in dem Moment vorbei ist, wo der Hund sein neues Zuhause bekommt.

Daran schließt sich die juvenile Phase an. Hier festigt und übt der Hund die in der Sozialisationsphase erlernten sozialen Fähigkeiten und übt sich in der Beißhemmung. Die juvenile Phase endet dann mit dem Eintritt in die Pubertät.

 

Welpenschutz

Welpenschutz besteht bei Wölfen nur innerhalb einer Familie, eines Rudels.

Und er kommt dadurch zustande, dass zum einen alle Wölfe eines Rudels miteinander verwandt sind und die eigene Verwandtschaft sich nicht tötet –

zum anderen aber auch dadurch, dass die Welpen schnell die entsprechenden Gesten der Unterwerfung lernen und sie im Krisenfall anwenden.

Hunde, die sich im Park treffen, sind in der Regel nicht miteinander verwandt. Es ist also völlig normal, wenn hier ein Welpe auch einmal angeknurrt wird oder sogar nach ihm geschnappt wird. Ein gut sozialisierter Welpe zeigt dann die entsprechenden Gesten der Unterwerfung und ein gut sozialisierter älterer Hund versteht sie und geht weg.

Man darf Welpenschutz nicht so interpretieren, dass der Welpe machen kann was er will. Und man sollte auch keinen älteren Hund als pathologisch aggressiv hinstellen, wenn er Welpen anknurrt.

 

Werner Rapien

Leistungsrichter LG 07

Verein für Deutsche Schäferhunde